Graubündner Kantonalbank, Flims
Grundsätze:
Zur Erweiterung wurde die über den Geschäftsräumen liegende Wohnung miteinbezogen. Somit wurde die vertikale Erschliessung zu einem sehr wichtigen Thema. Nach dem Entscheid, die alte Schalteranlage durch eine offene Quick-Desk-Anlage zu ersetzen, konnten transparente, helle und kundenorientierte Räume und Wegführungen konsequent umgesetzt werden.
Wegführung:
Die Eingangsfront wurde prägnanter ausgestaltet, der eintretende Kunde soll möglichst rasch den Raum erfassen können. Geradeaus sieht er die bedienten Schalter, leicht links nimmte er den Lift mit der einladend offenen Lifttüre wahr. Nach ein paar Schritten in den Raum sind Schaukasten und Münzzählgerät wie auch die Treppe zum Untergeschoss zu sehen.
Das Obergeschoss wird optisch über einen Luftraum mit dem Erdgeschoss verbunden, der "Weg" führt über den Lift und eine Brücke in den Vorraum im OG und über einen hellen Gang zu den Büroräumen.
Die Verbindung der Geschosse mit einem Lift ergab nicht nur die Möglichkeit, die Einbindung der neuen Räume nach aussen sichtbar zu machen, sondern gleichzeitig auch den Liftturm als Werbeträger zu gestalten. Die Ganzglas - Verkleidung steht bewusst im Widerspruch zur massiven Fassade und bekommt so die notwendige Eigenständigkeit. Die Vertikalverbindung wurde zur tragenden Entwurfsidee. Nachdem der Einbau einer Treppe infolge knapper Raumverhältnisse und vor allem wegen der schwierigen Statik Probleme aufwarf, wurde die Erschliessung mit einem Lift geprüft.
Kunst am Bau:
Acrylglastafeln in leuchtenden Farben schmücken an verschiedenen Orten die Räumlichkeiten der
Bank. Zeichen und Spuren wurden wurden mit einer Oberfräse
in die Bilder hineingefräst. Es sind Linien und Formen, die
durch die Bearbeitung einen fluoreszierenden Effekt erhalten.
Sie erinnern an Felszeichnungen, da und dort lassen sich
Figuren ablesen, dann aber sind es auch nur Linien, die für
sich alleine dastehen, verspielt und zufällig. Zufälligkeiten,
Geschichten ergeben sich insbesondere auch dann, wenn sich
die Umgebung darin spiegelt und mit dem Bild eine
Korrespondenz entsteht.Die Arbeiten stammen vom Bündner Künstler Charlie Lutz.
|